Das protestantische Pfarrhaus

Um es gleich vorweg zu nehmen, das Pfarrhaus hat einen ganz besonderen Stellenwert. Handelt es sich dabei doch um nicht weniger als das Ahnhaus des spanischen Königs und des englischen Thronfolgers Charles. 

Am Ende des Krieges, im März 1945 bis auf die Grundmauern abgebrannt, kam der Wiederaufbau nur zögerlich voran.  Wegen Unklarheiten im Bezug auf die Bauflucht wurde der Bau erst 1962 fertiggestellt

protestantisches Pfarrhaus in Dörrenbach Das prot. Pfarrhaus

 

Um so spektakulärer ist die Geschichte seiner Bewohner.  Hierzu ein Zitat aus dem "Führer durch Dörrenbach" von Walter Schlicher. In seinem Exkurs in die Adelsgeschichte Europas wird deutlich, wie die Zusammenhänge und Verknüpfungen tatsächlich sind:

""Von 1717 bis 1749 amtierte der Pfarrer Johann Georg Westermann im Pfarrhaus. Seine Tochter Charlotte Philippine Juliana war verheiratet mit dem Pfarrer Heinrich Wilhelm Schweppenhäuser, der aus dem Pfarrhaus in Oberotterbach stammte - Sohn des dortigen Pfarrers Johann Schweppenhäuser -. Seit 1742 war Schweppenhäuser Pfarrer in Rechtenbach. Dort wurde am 29. November 1751 die Tochter Maria Salomea geboren. Vater Heinrich war sodann von 1757 bis 1760 Pfarrer in Sesenheim, wo er auch 1760 verstarb. Es ist anzunehmen, dass seine Witwe mit den Kindern nach Bergzabern verzog, denn dort verstarb am 23. Juni 1769 im Alter von 22 Jahren die Maria Magdalena Schweppenhäuser, eine Schwester der Salomea. 

Im Schloss von Bergzabern befand sich von 1744 bis 1774 der Witwensitz der Herzogin Karoline von Zweibrücken. Ihre Tochter Henriette Karoline heiratete 1741 den Erbprinzen Ludwig von Hessen-Darmstadt sie besuchte öfters mit ihren Kindern ihre Mutter in Bergzabern. Es ist anzunehmen, dass die Salomea Schweppenhäuser hierbei die Prinzessinnen von Hessen-Darmstadt kennen lernte und ihre Gesellschafterin wurde. Prinzessin Wilhelmine nahm unsere Pfarrerstochter mit an den Hof ihrer Mutter in Darmstadt. Als Sie in Petersburg 1773 den Großfürsten und späteren Zaren Paul von Russland heiratete war die Salomea dabei undblieb auch am Zarenhof. Wahrscheinlich hatte die Salomea Schweppenhäuser anlässlich eines Besuches des russischen Hofes in Warschau den Sekretär des Grafen Brühl, Friedrich Hauke kennen gelernt, den sie schließlich 1773 heiratete. Ihr Sohn Hans Moritz Hauke avancierte 1816 zum General der russischen Truppen in Kongresspolen und wurde 1829 als Graf von Hauke in den erblichen Adelsstand erhoben. Während des polnischen Aufstandes wurde er 1830 von den Aufständischen ermordet. Nach dem Tod seiner Witwe wurden die Waisenkinder im Zarenhof in Petersburg aufgenommen.

Mit 16 Jahren wurde die Tochter Julia Therese von Hauke Ehrendame der hessischen Prinzessin Marie die als künftige Braut des Großfürsten nach Petersburg gekommen war. Dort lernte die Hauke Prinz Alexander von Hessen, Bruder der Marie und des regierenden Großherzogs von Hessen kennen. Beide mussten wegen Ihrer unebenbürtigen Beziehung den Zarenhof verlassen und heirateten 1851 in Breslau. Der Großherzog von Hessen ernannte schließlich seine Schwägerin zur Prinzessin von Battenberg, nach einem ausgestorbenen hessischen Geschlecht Ihr ältester Sohn Ludwig trat in die britische Marine ein und brachte es bis zum Admiral und ersten Seelord. Im Ersten Weltkrieg musste er seinen deutschen Namen ablegen und nannte sich nunmehr „ Louis Mountbatten „. Seine Tochter Alice vermählte sich mit Prinz Andreas von Griechenland. Deren Sohn Philipp heiratete 1947 die derzeitige Königin Elisabeth von England. Ihr ältester Sohn Charles wird voraussichtlich einmal Nachfolger seiner Mutter werden. Ein weiter Sohn der Julia Therese von Hauke, der späteren Prinzessin von Battenberg und des Prinzen Alexander, namens Heinrich Moritz von Battenberg heiratete Beatrice, Tochter der englischen Königin Victoria. Aus dieser Ehe entstammt Victoria Eugenia, die mit Alfons XIII. König von Spanien verheiratet war. Dieser ging 1931 nach einem Wahlsieg der Republikaner ins Exil. Nach seinem Tode 1941 wäre der Sohn Don Juan de Borbon Nachfolger geworden, wenn Franco ihn nicht daran gehindert hätte den Thron zu besteigen. Franco bestimmte später, dass nach seinem Tode die Monarchie in Spanien wieder eingeführt wird und Juan Carlos, Sohn des vorgenannten Don Juan Borbon den Thron besteigen soll. Nach dem Tode Francos 1975 wurde Juan Carlos zum König von Spanien gekrönt.

Der jetzige König von Schweden Carl XVI. Gustav ist dagegen kein leiblicher Nachkomme der Battenberger. Sein Großvater war in 2. Ehe mit Louise Mountbatten verheiratet. Der Vater von Carl Gustav entstammt jedoch der 1. Ehe. Die weit verzweigte und komplizierte Verwandtschaft der Schweppenhäuser -Battenberger darzustellen würde ein Buch füllen und ist daher in dieser Broschüre nicht möglich.

Während sich am ehemaligen Pfarrhaus in Oberotterbach eine größere Gedenktafel an die Verbindung mit den Königshäusern befindet, sucht man am Pfarrhaus in Dörrenbach vergeblich danach. ""

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