Gedenksteine

Das Sühnekreuz


Standort: Heimburgerweg gegenüber Eselsbühne

 

Das Kreuz ist als Monolit aus Sandstein gehauen. Es handelt sich aber nicht, wie man meinen könnte um ein Grabmal. Die Entstehungsgeschichte ist nicht genau bekannt, es wird aber vermutet, dass die Errichtung auf das 14. - 16. Jahrhundert datiert werden muss. Deutungsmöglichkeiten gibt es mehrere. Es handelt sich um ein Sühnekreuz, ein Pestkreuz oder einfach um ein Gedächtniskreuz. Die eingehauenen Symbol stellt zwei Sesel dar. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Winzermesser.

 

Deutung:  Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um ein Sühnekreuz. Vor der Einführung der „Halsgerichtsordnung" Kaiser Karls V. war es Usus, private Abmachungen zur Wiederherstellung des Rechtsfriedens einzugehen. Es gab Sühneverträge deren Erfüllung häufig den Tod eines Mitgliedes einer verfeindeten Partei zum Gegenstand hatte. Damit wurden Morde, Totschlag oder Körperverletzungen mit tödlichem Ausgang und die daraus folgenden Blutfehden endgültig beendet. Manchmal wurde auf dem Sühnekreuz auch die verwendete Waffe bzw. das Symbol für den Beruf des "Hingerichteten" abgebildet. In unserem Fall könnte es sich um einen Streit unter Winzern gehandelt haben. Texte sucht man auf solchen Kreuzen allerdings vergeblich. Da zu jener Zeit ohnehin niemand lesen konnte, wurde darauf verzichtet und stattdessen ein allgemein verständliches Symbol verwendet.

Mehr über Sühnekreuze und deren Bedeutung finden Sie hier.....

 

 

Am Neuen Bild

Hierbei handelt es sich nicht um einen Bildstock, sondern eher um eine Steinsäule, die aber ohne Zweifel religiösen Zwecken diente. Sie steht am „Neuen Bild" zwischen Stäffelsberg und Kolmerberg.  Da, wo sich oberhalb des Wassserspeichers die Hauptwege kreuzen. Die Inschrift „Bild" ist nachträglich bei der Errichtung der Rittersteine eingeschlagen worden. Die Buchstaben IHS (= Jesus, Heiland, Seligmacher) und die Jahreszahl 1756 wurden, so muss man vermuten,  beim Setzen der Säule eingemeißelt. Die Buchstaben DO bedeuten Dörrenbach.

 

Aus welchem Grund die Säule gesetzt wurde und welchem Zweck sie diente, darüber schweigen die Archivalien bedauerlicher weise. Es ist aber anzunehmen, daß bei Prozessionen, die an der Kolmerberg Kapelle ihren Anfang nahmen, das dort befindliche Gnadenbild „Maria mit dem Jesuskinde" auf der Säule für alle Teilnehmer sichtbar abgestellt wurde.

 

Das „Böllenborner Bild" wird wohl demselben Zweck gedient haben. In der Böllenborner Kirche wurde eine Figur aus Holz „Maria mit dem Jesuskinde" als Gnadenbild verehrt.

 

 

Altes Bild

Auf dem Waldparkplatz "Altes Bild" südlich vom Stäffelsberg findet sich dieser große Bunt-Sandstein-Brocken. Er trägt die Aufschrift: "Am Alten Bild. 1975. Pfälzerwaldverein Dörrenbach" und wurde im Jahre 1975 hier aufgestellt. 

 

Der Stein soll an die Gründung der Ortsgruppe Dörrenbach des Pfälzerwald-Vereins  im gleichen Jahr erinnern.

 

Am Weg zur Kapelle



Dieser Stein befindet sich auf dem Weg vom Bild zur Kolmerberg Kapelle- etwa in der halben Distanz. Er gibt mir seit einiger Zeit ein Rätsel auf. Die Texttafel ist mit MB gezeichnet und mich beschäftigte lange die Frage wessen Signatur das wohl gewesen ist.

Diese braunen Tafeln findet man sonst eigentlich nur auf Gipfeln und Graten im Hochgebirge - besonders in der Schweiz gibt es rund 450 Stück davon, (z.B. auf dem kleinen Matterhorn in Zermatt ) Sie alle sind mit MB gekennzeichnet.

Eine kleine Recherche im Internet bringt viele Hinweise zutage, aber einen ganz interessanten auf Basilea Schlink ( am 21.03.01 geboren als Klara Schlink) . Sie gründete 1947 in Darmstadt den Orden der evangelischen Marienschwesternschaft und nannte sich seither Mutter Basilea (MB)

Weiterführender Link: http://www.germany.marysisters.org.au/sisterhood/mother-basilea.htm

"Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen ..." – dies Wort aus Offenbarung 14 war Mutter Basilea von Anfang an wegweisend für den Lobpreisauftrag ihres Ordens. Es ist ein "ewiges Evangelium", das verkündigt werden soll allen Nationen, Stämmen, Sprachen und Völkern. In diesem Zusammenhang kann man diesen Stein sicher auch betrachten, auf dem Weg zur katholischen Wallfahrts-Kapelle "unserer lieben Frau vom Kolmerberg"