Unsere Gedenksteine

In der Dörrenbacher Gemarkung lassen sich viele Gedenksteine finden, die an Begebenheiten, Personen, wichtige Örtlichkeiten oder Ereignisse erinnern. Von einigen möchte ich hier berichten.

Ehrenmal an der Kirche

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wollte man in Dörrenbach, wie in anderen Orten auch, für die Gefallenen ein Ehrenmal errichten. Die beteiligten Institutionen des Dorfes konnten sich zunächst aber nicht auf einen Standort einigen. Die Südmauer des Langhauses der Wehrkirche wurde dann auf Vorschlag des Landesbauamtes als Standort festgelegt. Am 9.5.1925 genehmigte das Landesbauamt in Speyer schließlich das Projekt, machte aber zur Auflage, dass "ein vaterländisch gesinnter Meister und nicht etwa ein Separatist den Auftrag bekomme." Am 14.05 1925 entschied der Gemeinderat, den Auftrag an den Bergzaberner Bildhauer Karl Sanwald zu vergeben. Die Einweihungsfeier fand dann am 06.09.1925 statt. Wir wären nicht in Dörrenbach, wäre alles nun damit erledigt gewesen, denn die prot. Kirchengemeinde verlangte noch einen "Revers" dahingehend, dass die Gemeinde sich verpflichtete, keine weiteren Rechte aus der Einrichtung des Denkmals ableiten werde und auf Verlangen der Kirchengemeindeversammlung das Denkmal wieder von der Kirchenmauer zu entfernen bereit sei.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges, der auch einen Tribut von Dörrenbach forderte, wurde am 26.08.1955 die Erweiterung des Ehrenmahles beschlossen. Den Auftrag hierzu erhielt der Bildhauer Wilhelmy in Bad Bergzabern und am 29.06.1956 konnte das erweiterte Ehrenmal an der südlichen Mauer der Wehrkirche feierlich eingeweiht werden. Nach einem Entwurf des Architekten Kölsch aus Bad Bergzabern hatte Herr Wilhelmy die Erweiterung aus Oberotterbacher Sandstein gefertigt und wetterfest gemacht  Heute wird dies Ehrenmal eher als Mahnmal denn als pathetische Heldenverehrung verstanden.

Mehr zum Denkmal mit Namensliste auf denkmalprojekt.org

 

Das Sühnekreuz

Standort: Heimburgerweg gegenüber Eselsbühne 

Das Sühnekreuz ist als Monolit, ganz aus Sandstein gehauen. Es handelt sich aber nicht, wie man meinen könnte um ein Grabmal. Die Entstehungsgeschichte ist nicht genau bekannt, es wird aber vermutet, dass die Errichtung auf das 14. - 16. Jahrhundert datiert werden muss. Deutungsmöglichkeiten gibt es mehrere. Es handelt sich um ein Sühnekreuz, ein Pestkreuz oder einfach um ein Gedächtniskreuz. Die eingehauenen Symbole stellt zwei Sesel dar. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Winzermesser. 

Deutung Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um ein Sühnekreuz. Vor der Einführung der „Halsgerichtsordnung" Kaiser Karls V. war es Usus, private Abmachungen zur Wiederherstellung des Rechtsfriedens einzugehen. Es gab Sühneverträge deren Erfüllung häufig den Tod eines Mitgliedes einer verfeindeten Partei zum Gegenstand hatte. Damit wurden Morde, Totschlag oder Körperverletzungen mit tödlichem Ausgang und die daraus folgenden Blutfehden endgültig beendet. Manchmal wurde auf dem Sühnekreuz auch die verwendete Waffe bzw. das Symbol für den Beruf des "Hingerichteten" abgebildet. In unserem Fall könnte es sich um einen Streit unter Winzern gehandelt haben. Texte sucht man auf solchen Kreuzen allerdings vergeblich. Da zu jener Zeit ohnehin niemand lesen konnte, wurde darauf verzichtet und stattdessen ein allgemein verständliches Symbol verwendet.

Wenn ein solches Denkmal schon mal da ist und sein Zweck so im Dunklen liegt wie hier, dann regt das natürlich die Fantasie an. Ergebnis sind dann zumeist mehr oder weniger glaubhafte Geschichten, die so, oder so ähnlich hätten stattfinden können. Eine der schönsten davon ist sicher die Geschichte um einen französischen Hauptmann, der.......... aber lesen Sie doch einfach selbst (zum Download) Klicken Sie dort das PDF "Kreuz von Dörrenbach" an, das finden Sie dann in Ihrem Downloadverzeichnis. 

Mehr über Sühnekreuze und deren Bedeutung finden Sie auf der Seite  www.suehnekreuz.de

Am Neuen Bild

Beim Neuen Bild handelt es sich nicht um einen Bildstock, sondern eher um eine Steinsäule, die aber ohne Zweifel religiösen Zwecken diente. Sie steht am „Neuen Bild" zwischen Stäffelsberg und Kolmerberg.  Da, wo sich oberhalb des Wassserspeichers die Hauptwege kreuzen. Die Inschrift „Bild" ist nachträglich bei der Errichtung der Rittersteine eingeschlagen worden. Die Buchstaben IHS (= Jesus, Heiland, Seligmacher) und die Jahreszahl 1756 wurden, so muss man vermuten,  beim Setzen der Säule eingemeißelt. Die Buchstaben DO bedeuten Dörrenbach. 

Aus welchem Grund die Säule gesetzt wurde und welchem Zweck sie diente, darüber schweigen die Archivalien bedauerlicher weise. Es ist aber anzunehmen, daß bei Prozessionen, die an der Kolmerberg Kapelle ihren Anfang nahmen, das dort befindliche Gnadenbild „Maria mit dem Jesuskinde" auf der Säule für alle Teilnehmer sichtbar abgestellt wurde. 

Das „Böllenborner Bild" wird wohl demselben Zweck gedient haben. In der Böllenborner Kirche wurde eine Figur aus Holz „Maria mit dem Jesuskinde" als Gnadenbild verehrt.

Altes Bild

Auf dem Waldparkplatz  Altes Bild südlich vom Stäffelsberg findet sich dieser große Bunt-Sandstein-Brocken. Er trägt die Aufschrift: "Am Alten Bild. 1975. Pfälzerwaldverein Dörrenbach" und wurde im Jahre 1975 hier aufgestellt. 

Der Stein soll an die Gründung der Ortsgruppe Dörrenbach des Pfälzerwald-Vereins  im gleichen Jahr erinnern.

 

Am Weg zur Kapelle



Dieser Stein befindet sich auf dem Weg vom Bild zur Kolmerberg Kapelle- etwa in der halben Distanz. Er gibt mir seit einiger Zeit ein Rätsel auf. Die Texttafel ist mit MB (Mutter Basi8lea)  gezeichnet und mich beschäftigte lange die Frage, wessen Signatur das wohl gewesen ist.

Diese braunen Tafeln findet man sonst eigentlich nur auf Gipfeln und Graten im Hochgebirge - besonders in der Schweiz gibt es rund 450 Stück davon, (genau dieser Spruch z.B. auf dem kleinen Matterhorn in Zermatt ) Sie alle sind mit MB gekennzeichnet.

Eine kleine Recherche im Internet bringt viele Hinweise zutage, aber einen ganz interessanten auf Basilea Schlink ( am 21.03.01 geboren als Klara Schlink) . Sie gründete 1947 in Darmstadt den Orden der evangelischen Marienschwesternschaft und nannte sich seither Mutter Basilea (MB)

Weiterführender Link: http://www.germany.marysisters.org.au/sisterhood/mother-basilea.htm

"Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen ..." – dies Wort aus Offenbarung 14 war Mutter Basilea von Anfang an wegweisend für den Lobpreisauftrag ihres Ordens. Es ist ein "ewiges Evangelium", das verkündigt werden soll allen Nationen, Stämmen, Sprachen und Völkern. In diesem Zusammenhang kann man diesen Stein sicher auch betrachten, auf dem Weg zur katholischen Wallfahrts-Kapelle "unserer lieben Frau vom Kolmerberg"

Deutsche Einheit

"Der 3. Oktober wurde als Tag der Deutschen Einheit im Einigungsvertrag 1990 zum gesetzlichen Feiertag bestimmt. Als deutscher Nationalfeiertag erinnert er an die Deutsche Wiedervereinigung, die mit dem „Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990" „vollendet" wurde. Somit wurden Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Berlin in seiner Gesamtheit die Neuen Länder der Bundesrepublik Deutschland".(Zitat; Wikipedia)

Dörrenbach gedenkt dieses Ereignisses mit einem Gedenkstein an der Grenze zur Gemarkung Böllenborn. Zu finden an der Landstrasse L492 von Bad Bergzabern nach Böllenborn, etwa einen Km vor Ortseingang Böllenborn links am Steinbach.

 

Nachrichten aus DÖRRENBACH

Woś  Dörflein traut zuende geht; das war das Motto zum Treffen der 36er in Dörrenbach 

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Dornröschenkrönung 2016

Dornröschen Clarissa

 

Dornröschen Clarissa wurde gekrönt. Bei garnicht so tollem Wetter und etwas schwierigen Rahmenbedingungen zeigte sie aber überzeugend ihre Klasse.

Herzlichen Glückwunsch <<mehr
 

Junger Turmfalke unterwegs

Bild: A. Feichtner

 

Ein junger Turmfalke, dessen  Nest vermutlich im Kirchturm der Wehrkirche zu finden ist, konnte es wohl nicht erwarten und machte sich auf, mutig seine Welt zu erkunden. 

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Dörrenbacher Gebrüder Grimm Märchenweg

Sterntaler Sterntaler auf den Dornröschenweg

 

Wandern im Pfälzerwald und den Kindern dabei Märchen erzählen, der Gebrüder Grimm Märchenweg in Dörrenbach machts möglich!

 

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Das Kreuz vor DÖrrenbach

eine schaurig-schöne Geschichte zum Dörrenbacher Sühnekreuz wieder aufgetaucht

 

zur den Gedenksteinen >>>

Glockenstuhl-Sanierung

Lichtbilder-Vortrag

von Dieter Wieg

am 18.03.14 

im Prot. Gemeindehaus

 

zur Glockenstuhl-Sanierung >>

und den Bildern 

Historischer Heimat-Film über Doerrenbach wurde restauriert

Schwarz-weis Stummfilm von 1956/57 Historischer Film über Doerrrenbach der Jahre 1956/57

 

Der Film über Dörrenbach von 1956/57 

liegt nun auch als DVD vor.

 

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