Die Kirchhofbefestigung

Die wuchtigen Mauern und Türme wurden vermutlich um 1300  zum Schutz der Bürger erbaut, damit diese bei Angriffen schnell in Sicherheit flüchten und sich auch verteidigen konnten. Als Vorbild gilt in Fachkreisen die Burg Neuleinignen.  Auch diese hat vier Ecktürme und wurde um 1236-1241 erbaut. Die Form des "Kastelltyps" war damals etwas neues, denn Kreuzfahrer hatten diese Neuheit im Burgenbau nach Mitteleuropa gebracht. Der Kirchturm wurde dabei als Bergfried verwendet.

Nordwestturm Sanierter Nordwestturm

Nachdem die Guttenburg im Bauernkrieg 1528 zerstört wurde, wurde der Kirchhof als Gerichtsstätte für das Hohe Gericht der Herrschaft verwendet und entsprechend umgebaut. Es wurden Gerichtshaus, Armsünderkammer und eine Folterkammer angelegt. Ein in den Stein gehauenes Schwert am Eingang erinnert noch heute symbolisch an das Blutgericht. Es wird vermutet, dass der heutige Treppenaufgang im Zuge dieser Baumaßnahmen entstanden ist, denn der frühere Eingang befand sich an der Nordseite. Mithilfe einer Zugbrücke konnte man über einen Wassergraben auch per Pferd oder Fuhrwerk in die Kirchenburg gelangen.

Im Gegensatz zu den Reichsburgen, die bestens dokumentiert wurden, gibt es kaum Urkunden oder andere Dokumente über Kirchenburgen. Erst 1345 wird die Dörrenbacher Kirchenburg erstmals erwähnt. Die Kurpfalz tritt in die Herrschaftsrechte der Guttenburg ein und übernimmt mit anderen Dörfern auch Dörrenbach. Pfalzgraf Rupprecht I. ließ die Kirchenburg nämlich erstürmen, um der dort eingenisteten Diebe und Räuber, welche die Umgebung tyrannisierten, habhaft zu werden. Kirche und Kirchhof wurden dabei beschädigt und der Graf geriet in den Kirchenbann, der nur dann aufgehoben werden sollte, wenn die Kirche wieder aufgebaut wäre.

Turm im Süwesten Turm im Südwesten

Für Dörrenbach begannen um 1460 bewegte Jahre. Der Erzbischof von Mainz und Herzog Ludwig von Zweibrücken-Veldenz schlugen sich seit Jahren miteinander herum. Im Frühjahr 1460 zogen die Kurpfälzer unter dem Kommando des Hagenauer Landvogtes mit 1000 Mann, 300 Reitern und vielen Wagen gegen Dörrenbach um dies zu erobern und zu plündern.  Ganze 130 Mann aus dem Dorf wehrten insgesamt fünf Angriffe auf den Kirchhof und die umliegenden Häuser erfolgreich ab.  Nur sechs Häuser wurden dabei zerstört und die Angreifer mussten letztlich abziehen.

Diese Schmach war für Pfalzgraf Friedrich auf Dauer nicht zu ertragen und noch im gleichen Jahr schickte er den Amtmann Fauth von Germersheim mit zahlreicher Mannschaft unterstützt von den Weissenburgern mit vielen Geschützen erneut gegen Dörrenbach. Wieder verteidigten 130 Mann die Kirchenburg, die sie angesichts der Geschütze aber nicht glaubten halten zu können. Sie übergaben die Burg und leisteten den Treueeid. Die Sieger schleiften die Burg ganz gegen ihr vorheriges Versprechen und der Ort gehörte dann bis 1461 zur Kurpfalz.  Danach wurde Dörrenbach den bisherigen Besitzern wieder zurückgegeben.

Die Vier großen Wehrtürme sind noch gut erhalten und geben  Zeugnis von ihrer Funktion. Im südöstlichen Turm ist eine "eiserne Jungfrau" aufgestellt. Kein Original, sondern eine Kopie, die von einem Dörrenbacher Zimmermann gefertigt wurde. Ob zur Folter oder Bestrafung verwendet, war bislang nicht zu klären. Vermutlich aber war es ein Schandmantel, hauptsächlich für Frauen angewendet, die sich kleinerer Straftaten schuldig gemacht hatten.


Der Nordostturm und sein Gegenüber waren verfallen und wurden 1894 originalgetreu wieder aufgebaut. Zwischen den Türmen war ein Wassergraben, den die Quellen vom Kolmerberg speisten. Weil der Friedhof vergrößert werden musste, wurde die Mauer abgerissen und der Graben zugeschüttet.

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